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Sprechen Sie die Sprache der Führung

Die Entwicklungen in der Corona-Krise stellen so gut wie alle Unternehmen vor große Herausforderungen. Jetzt kommt es darauf an, so zu kommunizieren, dass keine Panik entsteht, der Ernst der aktuellen Situation aber auch nicht verharmlost sondern offen und ehrlich benannt wird. Die Kanzlerin hat hierzu ein gutes Beispiel gegeben. Was für die Kanzlerin gilt, gilt auch in der Kommunikation von Unternehmen. Im Folgenden möchten wir Empfehlungen geben, wie Sie intern mit Mitarbeitern aber auch extern mit Kunden am besten in Zeiten der Krise kommunizieren. Über allem steht die Forderung, offen und ehrlich zu kommunizieren. Jedem ist klar, dass die aktuelle Situation schwierig ist, da braucht es keine Beschönigungen. Die folgende Zeit braucht eine klare Führung. Gleichzeitig müssen aber alle an Bord geholt werden. Daher ist die Vermittlung von Verbundenheit und die Betonung der Stärke des Zusammenhalts wichtig.

Die fünf Regeln in der Krisenkommunikation

1. Risiken klar benennen.

Die aktuelle Situation birgt ungeahnte Risiken. Keiner weiß momentan wie sich die Lage entwickeln wird. Harte Einschnitte sind wahrscheinlich und oftmals auch unumgänglich. Da bringt es nichts, um den heißen Brei zu reden oder die Situation zu beschönigen. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch nicht, dass wir in Panik verfallen sollen. Daher ist es wichtig, Risiken angemessen zu benennen. 

2. Gefühle adressieren.

 Emotions- und Stimmungsworte wie zum Beispiel „großartig“ oder „dramatisch“ können einen Text stark beeinflussen. In der aktuellen Lage ist es wichtig, Stimmungsworte mit Bedacht zu wählen. Schnell können Texte mit zu vielen oder / und starken Stimmungsworten eine Wirkung erzeugen, die vom Autor nicht beabsichtigt war und so z. B. eine Panik unter der Belegschaft auslösen.  Gleichzeitig ist die Verwendung von Stimmungsworten notwendig um Menschen auch auf der Gefühlsebene anzusprechen und zu erreichen. Ein nüchterner Text, der ganz auf Stimmungen verzichtet, wird als langweilig und wenig ansprechend wahrgenommen. Seien Sie vorsichtig mit Kritik an den Ideen und Vorschlägen anderer. In der angespannten Situation verstärkt Kritik Ihre demotivierende Wirkung um ein Vielfaches.

3. Authentisch sein.

 Bringen Sie sich in Spiel und benennen Sie Dinge klar und eindeutig (und nicht vage und schwammig). Beides, ein persönlicher Bezug und klare Worte, schaffen Authentizität. Einen persönlichen Bezug stellen Sie her, indem Sie auch von sich als Person oder Unternehmen sprechen. Klare Worte sind solche, die absolute,  überprüfbare Aussagen machen wie z. B. „Seit unserer Gründung war die Lage noch nie so angespannt“. Solche Formulierungen befriedigen das Bedürfnis nach Sicherheit. Ganz anders Aussagen, die sich im vagen halten wie etwa: „Es könnte sein, dass es uns hart trifft“.  Solche Formulierungen lassen alles offen und vermitteln keine Sicherheit.

4. Führungsstärke zeigen.

Gerade in der Kommunikation mit Mitarbeitern ist es aktuell von besonderer Bedeutung Führung zu vermitteln. Damit drücken Sie aus, die Kontrolle über die Lage zu haben. Und wer führt, übernimmt auch Verantwortung.  Gerade das ist in der momentan gefragt. Bei der Suche nach Lösungen nehmen Sie Ihr Team in die Pflicht. Beweisen Sie, dass Sie Ihnen vertrauen, indem Sie jedem die Chance geben einen wichtigen Beitrag in der Krise zu leisten. Benennen Sie neue Rollen wie Krisenmanager, Business  Continuity Manager, Kundenkommunikationsmanager, etc. Geben Sie Ihrem Team  Freiräume und stellen Sie die Koordination sicher. Führung und Autorität braucht es auch um unliebsame Dinge wie z. B. Kurzarbeit oder andere Einschnitte zu vermitteln und umzusetzen.  Es gilt, die Ruhe zu bewahren und dennoch schnell, bestimmt  und verbindlich zu handeln.  Achten Sie darauf, sich selbst beim Wort zu nehmen und  Ihre Versprechungen und Verpflichtungen  einzuhalten.  Denken Sie an „DWYSYWD“ Do - what - you - say - you – will - do.

5. In der Beziehung bleiben.

Schließlich geht es am Ende auch darum, als Team / Gruppe / Unternehmen gerade in schwierigen Zeiten zusammenzustehen. Gerade ist jeder gefordert und die Aufgaben können nur als gelingen, wenn alle zusammenhalten. Daher betonen Sie die Verbundenheit und den Zusammenhalt. Gerade weil aktuell viele Mitarbeiter im Home Office sind und sich Beziehung nicht mehr im persönlichen Kontakt vermitteln lässt, ist die Beziehungskommunikation enorm wichtig. Noch nie zuvor war das 1:1 sich kümmernde Gespräch so  entscheidend wie jetzt.

Denken Sie daran:

An diese Wochen und Monate werden sich Ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner immer erinnern. Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst und jeder andere in guter Erinnerung bleibt





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