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Die richtigen Talente finden und einstellen Teil 2: Die perfekte Stellenanzeige

Um unsere Tipps zur erfolgreichen Bewerbersuche fortzuführen, beschäftigen wir uns nun mit dem nächsten elementaren Schritt: Die perfekte Stellenausschreibung.

Stellenanzeigen haben heute die größte Wirkung, wenn sie online geschalten werden. Anzeigen in Printmedien bringen heute kaum noch einen Mehrwert, außer die fokussierte Zielgruppe ist über bestimmte Printmedien besser zu erreichen! Die Auswahl der passenden Plattform ist dabei von vielen Faktoren abhängig. Wichtig ist, dass die Anzeige nicht nur auf der eigenen Homepage oder auf einem Portal zu finden ist – eine große Streuung bringt erfahrungsgemäß die besten Ergebnisse. Die Stellenanzeige repräsentiert Ihr Unternehmen nach außen, weshalb sie inhaltlich und optisch einwandfrei und gut durchdacht werden sollte. Vor allem die einheitliche und übersichtliche Darstellung der einzelnen Bausteine ist eine Grundvoraussetzung, da sie sich positiv auf die Lese- und Verweildauer der Leserinnen und Leser auswirkt.

Für die Gestaltung empfehlen wir gerne die Anwendung des AIDA – Prinzips:

(A)ufmerksamkeit erregen, (I)nteresse wecken, (D)esire, also Verlangen auslösen, (A)ction, also eine Handlung auslösen.

Ist die Anzeige nach diesem Prinzip gestaltet, wird sie den Betrachtenden schneller ins Auge springen und die Chancen auf eine Bewerbung erhöhen. Um diesen Effekt zu verstärken, bietet sich eine konsequente Aufteilung der Stellenanzeige in verschiedene Abschnitte an, dabei sollten Sie immer den Lesefluss von links nach rechts beachten: Allem voran der Stellentitel, danach die Vorstellung Ihres Unternehmens, die Aufgabenbeschreibung, das Anforderungsprofil, Benefits Ihres Unternehmens, Zusatzinfos und abschließend sämtliche Kontaktdaten, die die potenziellen Bewerber kennen müssen. Dazu gehört auch der Name des Ansprechpartners in Ihrem Haus und evtl. auch ein Link zum Kontaktformular für Bewerber Ihrer Homepage. Die einzelnen Sektionen der Stellenanzeige lassen sich am besten über einzelne Textblöcke darstellen, dabei ist eine Hervorhebung von Überschriften und den wichtigsten Infos sinnvoll. Auch eine Auflockerung mit Hilfe von Bildern oder Videos Ihres Unternehmens wirkt gleich viel ansprechender – vielleicht konnten Sie im Zuge Ihres Employer Branding Prozesses bereits einiges an Material sammeln?

Nun gehen wir die einzelnen Abschnitte und Anforderungen nochmal detaillierter durch. Sie haben bereits ein Stellen- und Anforderungsprofil gemäß unseres ersten Blogbeitrags der Reihe erstellt? Prima, dann fehlt Ihnen nur noch die Unternehmensvorstellung und die Benefits, den Rest haben Sie bereits wunderbar vorgearbeitet! Achten Sie trotzdem darauf, nicht jede Kleinigkeit in die Stellenanzeige zu übernehmen, sondern sich auf die wichtigsten und aussagekräftigsten Punkte zu beschränken.

Unternehmensvorstellung

Die Beschreibung Ihres Unternehmens sollte sich mit zwei Adjektiven beschreiben lassen: Sachlich und attraktiv. Die Unternehmensvorstellung steht ganz am Anfang der Anzeige, direkt nach dem Stellentitel und spiegelt deshalb das (A) des AIDA Prinzips wider. Folgende Fragen sollten in Ihrer Unternehmensbeschreibung beantwortet werden:

  • Welche Struktur hat Ihr Unternehmen? (Beispiele: Familiengeführt, Inhabergeführt, welche Branche etc.)
  • Welche Produkte / Dienstleistungen bieten Sie an?
  • Wie viele Mitarbeiter hat Ihr Unternehmen am Standort? Welche Rolle haben die Mitarbeiter Ihres Unternehmens?
  • Zusätzlich gerne ein paar Worte zu Ihrer Mission, Ihren Grundsätzen und Unternehmenswerten. Was macht Sie besonders? Achtung: Bitte verzichten Sie auf Standardfloskeln wie „innovativ“ oder „führend“. Leere Worthülsen werden von den meisten Bewerbern schnell enttarnt. Außerdem wollen Sie sich mit Ihrer Stellenanzeige hervorheben – deshalb sollte sie besonders authentisch sein.
  • Auch ein besonders attraktiver Standort oder großartige Benefits machen sich gut in der Unternehmensbeschreibung.

 

Aufgabenbeschreibung

Für die Aufgabenbeschreibung innerhalb der Stellenanzeige ist es wichtig, die Tätigkeit so kurz und prägnant wie möglich zu beschreiben. Sie enthält also nicht alle Aufgaben der Stellenbeschreibung, sondern die wichtigsten, die die Tätigkeit so genau wie möglich beschreiben. Die Rangfolge richtet sich dabei nach der Wichtigkeit der Tätigkeiten: Nennen Sie die wichtigsten zuerst. Ergänzend dazu bieten sich Informationen zu strategischen Themen und Ausblicken an, aktuellen Projekte und/oder operativen Verantwortlichkeiten der Stelle. Auch eine eventuell geforderte Reisebereitschaft wäre hier angebracht.

 

Anforderungsprofil

Welche Qualifikationen und Kenntnisse muss der perfekte Bewerber aus Ihrer Sicht mitbringen? Welche davon sind zwingend notwendig, welche eher optional?
Die wichtigsten Punkte stehen am Anfang des Anforderungsprofils: Der benötigte Abschluss, Fachkenntnisse und Berufserfahrung. Sollte eine Fähigkeit nicht zwingend notwendig sein ist es ratsam, diese auch so darzustellen – zu viele Anforderungen wirken nämlich abschreckend auf potenzielle Bewerber. Auch im Rahmen der gestellten Anforderungen sollte man auf Standardfloskeln verzichten: Wo findet man denn eine Stelle, für die Teamfähigkeit und Belastbarkeit keine Anforderungen sind? Diese Softskills gelten inzwischen als Standard – welche außergewöhnlichen Kompetenzen sind für diese Stelle wirklich gefragt? Im Idealfall haben Sie bereits ein Anforderungsprofil gemäß unseres ersten Blogbeitrags dieser Reihe erstellt – dann können Sie sich die wichtigsten Kompetenzen einfach daraus übernehmen.

 

Benefits

Um nicht nur Anforderungen an den Bewerber zu stellen rundet eine Beschreibung der attraktiven Zusatzleistungen, die Ihre Mitarbeiter erhalten, die Stellenanzeige ab. Das Stellenportal Stepstone hat eine Analyse durchgeführt, die folgende Leistungen als besonders beliebt herausstellte:

  • Finanzielle Vorteile (betriebliche Altersvorsorge, Gewinnbeteiligung, Boni)
  • Kantine, kostenfreie Getränke, Essenszuschuss
  • Sportangebote
  • Mitarbeiterevents
  • Kinderbetreuung, Familienbüro
  • Unterstützung der Karriere

Auch arbeiten im Homeoffice könnte inzwischen ein großer Bonuspunkt sein. Wichtig ist hier, dass Sie sich über die Wünsche Ihrer Zielgruppe im Klaren sind und die beschriebenen Benefits daran ausrichten.

Letztendlich sollten Sie Ihren Bewerbern die Kontaktaufnahme so einfach wie nur möglich gestalten. Am besten mit einem Link, der direkt zum Stellenangebot/Onlineformular für Bewerbungen auf Ihrer Homepage führt. Auch die Nennung des Ansprechpartners in Ihrem Haus gehört zum guten Ton – schließlich sollten die Bewerber wissen, an wen sie die Bewerbung richten dürfen.

Abschließend empfiehlt sich die Prüfung der Stellenanzeige hinsichtlich des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Für genauere Informationen geht es hier zu unserem entsprechenden Blogbeitrag.

Sie brauchen Hilfe bei der Suche von Mitarbeitern oder der Gestaltung von Stellenanzeigen? Sprechen Sie uns an – wir stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite!





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