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Find and express yourself – ein Projekt, das „hoffnungslosen Fällen“ mit Selbstvertrauen zurück ins Arbeitsleben verhilft

Psychotherapien, Klinikaufenthalte, Beratungen, Bewerbungs- und Persönlichkeitstrainings – all das haben die fünf Teilnehmer des Projekts „find and express yourself“ hinter sich. Alle konnten bisher aufgrund ihrer psychischen und sozialen Probleme keinem geregelten Beruf nachgehen. Als Langzeitarbeitslose galten sie beim Jobcenter Ravensburg als „hoffnungslose Fälle“. Im Frühjahr 2021 machten sich diese zu einem experimentellen Kurs rund um den Düsseldorfer Aktionskünstler Joseph Beuys (1921-1986) auf. Seither hat sich für die Teilnehmenden, begleitet von dem Coach Thomas Lutz und betreut von Mitreuter | Dürr, alles verändert.

Was macht den Kern von „find and express yourself“ aus?

Die Teilnehmenden lernen die Gedanken und Arbeiten eines Künstlers kennen, der irritiert, provoziert und sie dadurch zur eigenen Positionierung herausfordert. Die jungen Menschen sehen in der Auseinandersetzung mit einer besonderen Persönlichkeit einmal von sich selbst ab und kommen aus der Schleife der Selbstbespiegelung heraus. Beuys als ein stets kommunizierender Künstler mit einem gesellschaftspolitischen Anliegen liefert viel Stoff dafür. Er bietet die nötige Reibungsfläche. Die performativen Seiten des Programms, das die Teilnehmenden dazu bringt, sich in Kunstaktionen zu exponieren und Stellung auch in öffentlichen Situationen zu beziehen, stärken das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen dieser jungen Menschen. Sie merken, sie haben etwas zu sagen. Mit dieser Erfahrung können sie sich auf den Weg machen.

Wie sieht die Begleitung des Projekts durch Mitreuter | Dürr aus?

Mitreuter | Dürr schlägt die Brücke vom pädagogischen Konzept „FAEY“ zur Wirtschaft, die händeringend nach Fachkräften sucht. Zudem stellt Mitreuter | Dürr den organisatorisch-juristischen Rahmen für den Coach Thomas Lutz und sein Team sowie für die buchenden Kunden dar.

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Wolfgang Dürr wurde durch Zufall auf das Programm von Thomas Lutz aufmerksam. Er kennt einerseits die Nöte des Mittelstandes rund um den Azubi-Mangel. Andererseits weiß er aus seinen früheren Tätigkeiten auch um die vielen „ungeschliffenen Diamanten“, wie er sagt, also um die vielen jungen Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Hindernisse nicht in Ausbildung oder Beruf finden. „FAEY“ stellte sich für ihn rasch als ein unkonventioneller und effektiver Weg heraus, das eigene Potenzial im Land zu heben und zu entwickeln.

Was interessiert die Stuttgarter Zeitung und den Deutschlandfunk, dass beide Medien über das Projekt berichtet haben?

Die unkonventionelle Verbindung der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen – in diesem Falle Joseph Beuys - mit dem Interesse, das die Wirtschaft daran haben kann, war ausschlaggebend. Dieser andere Weg, der jenseits der Bewerbungstrainings und Psychotherapien vor allem auf die „Selbstheilungskräfte“ setzt, die die Menschen aufrichten und zu neuem Selbstbewusstsein führen, fand das Interesse der Stuttgarter Zeitung und der Redaktion von „Campus & Karriere“ beim DLF.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Um ihre Geschichten zu erzählen und ihre Erfahrungen festzuhalten, haben die Teilnehmer des Projekts einen Projektfilm gedreht, der auf Nachfrage gezeigt werden kann. Die Absolventinnen stellten selbst bereits mehrfach den Film in Veranstaltungen vor. Jetzt gilt es, die Brücke zwischen den Institutionen, die junge Menschen auf den Weg zu einem selbstbestimmten Leben bringen wollen, und dem Projekt „find and express yourself“ zu bauen. Auf dass möglichst viele jungen Menschen in ein beruflich sinnvolles Leben finden.

Wir von Mitreuter | Dürr sind stolz darauf, Teil dieses großartigen und lebensverändernden Projekts zu sein und wünschen den Projekt-Absolventen für ihre Zukunft das Allerbeste.





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