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Mindful Leadership: Was Achtsamkeit mit Führung zu tun hat

„Geführte erwarten zunehmend andere Menschenführung, Führungskräfte sind zunehmend auf der Suche nach einem anderen Verständnis von Führung und beide wollen eine neue Führungskultur.“

Das Zitat von Thomas Sattelberger, ehemaliger Vorstand der Telekom AG, macht den derzeitigen Paradigmenwechsel rund um die Mitarbeiterführung deutlich, – vor allem den Wandel des Führungsverständnis und die Neuausrichtung bzw. -positionieren von Führungskräften und Mitarbeitern. Verantwortlich hierfür ist unter anderem die heutige VUCA-Welt und der beobachtbare Wertewandel von Pflicht- und Akzeptanzwerten zur Selbstentfaltungs- und Autonomiewerten. Hierbei kommen Fragen auf, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter zukünftig motivieren sollen, wie sie Sinnhaftigkeit und Vision übermitteln sollen und wie sie selbst mit Stress und dem zunehmenden Tempo umgehen sollen.

Antworten auf diese Fragen kann das Prinzip der Achtsamkeit im Sinne des Mindful Leaderships liefern. Mindful Leadership bedeutet ins Deutsche übersetzt „achtsame Führung“. Der Begriff Achtsamkeit meint die bewusste Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick, verbunden mit einer nicht wertenden Grundhaltung und der Bereitschaft, nicht sofort und automatisch auf das Wahrgenommene zu reagieren. Eine achtsame Haltung impliziert also eine präsente, unvoreingenommene und vorurteilsfreie Beobachtung und Annahme einer Situation, wodurch verhindert werden kann, dass die Wahrnehmung unbewusst der Selbstkritik oder Selbstüberschätzung zum Opfer fällt. Und genau dies, fällt den meisten Menschen überaus schwer, denn das Gehirn ist selten im gegenwärtigen Moment wirklich präsent, sondern reflektiert Vergangenes oder spekuliert Zukünftiges.

 

  1. Die Aufgabe einer Führungsperson besteht größtenteils darin, komplexe Informationen schnell und effizient zu verarbeiten, um dann effektive Lösungen zu finden. Durch eine achtsame Haltung wird die Fähigkeit begünstigt, in neuen mentalen Kategorien zu denken und Informationen in einer neuen Form zu verarbeiten. So ist der Führende in der Lage, seine mentalen Ressourcen anstrengungsfreier zu aktivieren und hat Zugang zu neuen, innovativen Lösungen.
     
  2. Eine weitere zentrale Führungsaufgabe besteht darin, mit den Geführten oder anderweitigen Parteien zu interagieren und kommunizieren. Die Achtsamkeit kann dabei helfen, dass der Führende das eigene ich und persönliche Interesse in den Hintergrund stellt und sensibel und authentische auf Belange der Interaktions- und Kommunikationspartner eingehen kann. Somit ist der Abbau von narzisstischen Tendenzen ein Wirkungsfaktor von Achtsamkeit und verbessert nachweislich die Beziehungen und Interaktionen im Führungsalltag.
     
  3. Ebenfalls eine zentrale Führungsaufgabe ist das Treffen von „richtigen“ Entscheidungen, was mit viel Erwartungsdruck verbunden ist. Daraus resultieren oftmals Entscheidungen aufgrund bestehender Systemzustände und bekannter Problemlösungen, ohne dass die Situationen und Akteure in einem neuen Licht betrachtet werden. Eine achtsame Haltung kann dabei helfen, angemessene und reflektierte Entscheidungen zu treffen.

 

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde die Achtsamkeit in der Wirtschaft als esoterische Methode belächelt, bis es sich schließlich nachwirksam als wissenschaftlich fundierte und wirksame Methode behaupten konnte. Google war im Jahr 2007 das erste Unternehmen, welches Achtsamkeit operativ in den Business-Kontext gestellt hat. Daraufhin experimentierten Firmen wie SAP, die Deutsche Bank, Jaguar und zahlreiche mittelständische Unternehmen wie Engelbert Strauss mit der Achtsamkeit in Form von Tages-Workshops, mehrmonatigen Intensivtrainings oder Coachings.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, Achtsamkeit in Ihren Führungsalltag zu integrieren. Kontaktieren Sie uns via Telefon, Kontaktformular oder E-Mail. Gerne beraten wir Sie und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.





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